Samstag, 26. März 2011

Meine Pfannen

Wo tue ich nur die Pfannen hin? Diese Frage hat sich mir nicht nur wegen des begrenzten Platzes in meiner Küche gestellt, sondern auch bei der Überlegung, ob ich diesen Bericht in meinem Kochblog poste oder in meinen neuen Wohnblog. Da Derfels fleißig Löcher in die Wand gebohrt und Schrauben gedreht hat, habe ich mich für den Wohnblog entschieden.

Bisher waren die Pfannen in einem überaus unpassenden Schrank zusammen mit den Töpfen gestapelt. Jedem Kochen und Braten ging eine umständliche und unbequeme Kram- und Umsortieraktion voraus. Ich verfolge bei YouTube mehrere Kochkanäle. Eine Benutzerkollegin hatte ihre Pfannen an eine Leiste an die Wand gehängt. Mein Kochgeschirr an die Wand zu hängen, dagegen hatte ich früher immer Vorbehalte. Da sich die Schranksituation aber durch den Erwerb von weiteren Töpfen in meiner Küche zuspitzte, entschied ich mich dann doch, die Pfannen an die Wand zu hängen. Viel Wandplatz haben wir ja nicht, aber ich habe doch noch ein Plätzchen gefunden.

Also erzählte ich Derfels von meiner Idee. Eine Metallstange und die dazugehörigen Haken müssten her. Sich einen Heiterkeitsanfall unterdrückend, mein mir angetrauter Kochassistent weiß, was sich mir gegenüber gehört, teilte er mir mit einem liebevoll ironischen Lächeln mit, dass sich eine solche Stange nebst Haken bereits in unserer Abstellkammen befinden würde. Diese Stange ist ein Überbleibsel unserer Vormieterin.

Heute nun wurde mein Ansinnen verwirklicht:


Und mit dem Ergebnis bin ich zufriedener, als ich erwartet habe. Im Schrank ist jetzt viel mehr Platz und, womit ich gar nicht gerechnet habe, auch optisch gefallen mir die Pfannen an der Wand.

Von links nach rechts:

In der eckigen Pfanne wird dickes, japanisches Omelett für Tamago zubereitet. Wir verwenden sie auch für Spiegeleier. Wer wissen möchte, wie man dieses Omelett zubereitet: http://www.youtube.com/watch?v=Ls6lq9A4f3c

Die Edelstahlpfanne daneben verwende ich nur sehr selten. Sie lag tief vergraben im Schrank für alten Krempel. Vielleicht benutze ich sie jetzt wieder häufiger.

Die etwas größere Edelstahlpfanne von TCM hat innen eine Antihaftbeschichtung und ich liebe sie jetzt schon. Da ich sie erst vor wenigen Wochen erworben habe, weiß ich natürlich jetzt noch nicht, wie lange sie hält. Meine Review dazu finden Sie in meinem Kochblog.

Die Pfanne rechts daneben ist von Rossmann und trotz ihres damals vergleichsweise geringen Anschaffungspreises super. Sie leitet die Wärme gut und gleichmäßig, wenn auch nicht ganz so schnell wie eine Edelstahlpfanne. Ihre Beschichtung besteht nicht aus Teflon, sondern aus einer Art Keramik. Dieses ist kratzfester und widerstandsfähiger als herkömmliche Beschichtungen. Am Rand ist sie durch den Deckel etwas angestoßen, an der Bratfläche aber noch top.

Zuguterletzt stelle ich Ihnen meine gusseiserne Pfanne von Carl Victor vor. Sie ist das teuerste Stück in unserer Pfannensammlung. Die Geschichte ihres Erwerbs ist eine längere, ich versuche aber, mich kurz zu fassen.

Meine Großeltern stammten aus dem Raum Ostwestfalen-Lippe. Was ich davon mitbekommen habe, das ist meine Lieblingsspeise, der Pickert, obwohl ich ganz woanders aufgewachsen bin. Nun kam ich eines Tages auf die aberwitzige Idee, ihn traditionell auf einer Gusseisenplatte machen zu wollen. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich der Typ Alugusspfannenliebhaber und Teflonpfannenbefürworter. Nach langer Recherche im Internet und Gesprächen mit Derfels haben wir uns für ein Gusseisenteil entschieden, mit dem man mehr zubereiten kann als nur Teigfladen. Und so haben wir die Pfanne Carl Victor gekauft.

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