Montag, 13. Februar 2012

Brockmann, Suzanne: Für immer - Blue


Als junger Mann war Navy Seal Blue McCoy mit der Südstaatenschönheit Jenny Lee zusammen, die sich aber eigentlich nur für seinen Bruder interessiert hat. Nun kehrt Blue zur Hochzeit seines Bruders mit Jenny Lee in seine Heimatstadt Hatboro Creek zurück. Zufällig trifft er dort auf die einige Jahre jüngere Lucy, die als Teenager für ihn geschwärmt hat und die er nun, als erwachsene Frau, sehr anziehend findet. Bevor sie ihre Verabredung für den Abend genießen können, kommt es allerdings zu einer unschönen Eifersuchtsszene zwischen Blue und seinem Bruder, worauf Blue mitten in der Nacht die Stadt verlässt, weil die hässlichen Bemerkungen seines Bruders ihn sehr verletzt haben. Der Bruder wird allerdings in dieser Nacht ermordet und der Verdacht fällt auf Blue.

Lucy wird als Polizistin von ihrem Chef beauftragt, nach ihm zu suchen, stoppt seinen Bus und fährt ihn in die Stadt zurück. Dort können sie ihm vorerst nichts nachweisen, er darf allerdings die Stadt nicht verlassen.

Das Motel vor Ort will dem Verdächtigen kein Zimmer vermieten und so bietet Lucy ihm ihr Gästezimmer in ihrem großen Haus an.

Für immer - Blue von Suzanne Brockmann ist Band 2 der Buchreihe Operation Heartbreaker. Für mich ist er der schwächste Band der Reihe und ich bin froh, dass ich die Bücher kreuz und quer gelesen habe, denn hätte ich Für immer - Blue nach Joe - Liebe Top Secret gelesen, hätte ich Operation Heartbreaker wahrscheinlich bei Blue enttäuscht abgebrochen.

Lucy und Blue sind ein angenehmes, rührendes Paar und zwischen ihnen fliegen auch in unterhaltsamer, sinnlicher Weise die Funken. Ihr Bad im Teich ist heiß!

Allerdings lässt die Autorin in diesem Buch kaum ein US-amerikanisches Südstaatenklischee aus der Krimikiste aus, angefangen von der typischen Südstaatenschönheit Jenny Lee über strohdoofe, prügelnde und vorverurteilende Dorfdeppen, die Blue am liebsten am nächsten Baum aufknüpfen würden, bis hin zum korrupten Polizeichef und dessen Helfershelfer (nur die treue Seele Lucy steht auf Seiten Blues). Und nachdem Lucy im Fall Blues wegen ihrer persönlichen Freundschaft nicht mehr ermitteln darf, wird Blue dann auch bald verhaftet und ins nächste Staatsgefängnis gebracht, wo ihm - selbstverständlich ganz nach Lehrbuch für stereotype Südstaatenkrimis - ein Mordanschlag droht. Am Ende gibt es dann noch eine rasante Verfolgungsfahrt mit dem Jeep, bei der mehrere finstere Gestalten es auf Blues Leben abgesehen haben, den Grund dafür hat die Autorin schon längst selbst vergessen, Hauptsache noch ein Showdown auf Kosten der Logik.

Die Charaktere Blue und Lucy sind sehr schön und liebevoll ausgearbeitet und es gibt schöne Szenen zwischen ihnen, die Krimihandlung und die meisten Nebenfiguren hätte ich mir allerdings differenzierter ausgearbeitet gewünscht.

Bei einem Punktesystem würde ich drei von fünf Punkten geben, weil Blue und Lucy so ein schönes Paar sind.

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