Freitag, 17. Februar 2012

Rice, Heidi: Heiße Rhythmen, feurige Küsse


Ruby Delisantro bleibt mit ihrem Käfer in zweiter Reihe stehen, um sich die Lippen nachzuziehen, Callum Westmore braust mit seinem Ferrari ein wenig zu schnell um die Ecke und fährt deshalb auf den Käfer auf. Streitlustig, aber sofort voneinander angezogen, diskutieren die beiden dann über ihren kleinen Unfall und bevor sie es sich versehen, sind sie für den Abend schon miteinander verabredet.

Ruby mit ihrem italienischen Temperament möchte es dem unterkühlten Rechtsanwalt Callum ein bisschen heimzahlen und führt ihn in eine Salsa-Bar. Sie glaubt, er würde sich dort unwohl fühlen, er überrascht sie damit, dass er ein hervorragender Salsa-Tänzer ist und sich bestens amüsiert. Die heißen Rhythmen entzünden die bereits schwelende Glut zwischen den beiden und sie landen in Callums Bett, wo sie sich die ganze Nacht lieben.

Den nächsten Tag möchten sie auch miteinander verbringen, als Callums Schwester anruft und ihn an den Geburtstag seiner Nichte erinnert. Callum findet gegenüber seiner Schwester Ausflüchte, weil er ja lieber mit seiner neuen Flamme zusammensein möchte, Ruby findet das herzlos von ihm und will sich zurückziehen. Nach einer hitzigen Diskussion lädt Callum sie ein, gemeinsam zur Schwester zu fahren, die mit ihrer Familie einige Stunden entfernt von London in einem Herrenhaus wohnt.

Callum und Ruby machen sich mit dem Sportwagen auf den Weg. Während der Fahrt und während des Wochenendes erschließen sie beide gegenseitig ihre komplizierte Kindheit und Callum gesteht Ruby, weshalb er so distanziert zu seiner Schwester ist. Auf Rubys Anregung spricht er sich mit seiner Schwester aus.

Nach dem spontanen Wochenende versuchen Callum und Ruby wieder ihrer eigenen Wege zu gehen, sie können sich aber nicht vergessen und nach einigen Verwicklungen gibt es ein rührendes Happy End.

Heiße Rhythmen, feurige Küsse von Heidi Rice ist ein Unterhaltungsroman im besten Sinne. Die fröhlich-sinnliche Ruby rüttelt Callum aus seinem versteinerten Schutzpanzer, den er sich wegen seiner komplizierten Kindheit zugelegt hat, ohne dass der Roman zu sehr ins triefend Tragische abgleitet. Durch den ganzen Roman zieht sich eine erotische Note, die aber nicht aufgesetzt oder übertrieben wirkt. Und am Ende, als Callum schon aufgetaut ist, muss er noch Ruby von sich und seinen ernsthaften Absichten überzeugen, eine typische Liebesromanwendung bei Cora & Co., aber hier so rührend und charmant umgesetzt, dass ich beim Lesen Mal nicht das Gefühl hatte, den Verlauf schon zu kennen.

Am Anfang verschenkt die Autorin leider die Tanzszene durch allzu schnelles Abhandeln derselbigen. Immerhin habe ich bei dem Titel "heiße Rhythmen" etwas mehr Tanz erwartet. Da hätte sie mehr draus machen können. Deshalb nur 4 Punkte.

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