Montag, 9. April 2012

Ione, Larissa: Demonica - verführt


Bei einem Kampf mit einem Dämon versagt der Dämonenjägerin Tayla plötzlich ein Teil ihres Körpers, sie kann daher ihrer Kollegin nicht beistehen, die getötet wird. Tayla selbst wird ebenso wie der Dämon schwer verletzt.

Der Dämon ruft den Notruf des geheimen Dämonenkrankenhauses an und die Sanitäter sammeln nicht nur ihn auf, sondern auch Tayla. Weshalb sie dies tun, obwohl Dämonenjäger ihre Todfeinde sind, ist nicht ganz klar, hat aber wohl etwas mit der Satzung des Krankenhauses zu tun, nach der es nur drei Arten gibt, die dort nicht behandelt werden und Menschen gehören nicht zu den Ausnahmen.

Der Chefarzt der Klinik, Eidalon, behandelt, wenn auch zähneknirschend, Taylas Verletzungen. Eidalon ist ein Incubus, Unterart Seminus, im Roman als sexuell unersättlich und ungeheuer anziehend beschrieben. Er steht kurz vor seiner vollständigen sexuellen Ausreifung, die bei seiner Art mit 100 Jahren eintritt und die ihn zu einer sexuell agressiven Bestie macht, die nur eines im Sinn hat, nämlich Frauen ohne Rücksicht auf Verluste zu schwängern, es sei denn, er bindet sich vor der Wandelung für den Rest seines Lebens an eine Gefährtin, dann könnte er nur Sex mit ihr haben.

Obwohl Eidalon Tayla als Jägerin eigentlich hassen sollte, findet er sie noch anziehender, als andere Frauen, hat entsprechend seiner Natur alsbald Sex mit ihr und fängt an, sie vor seinen beiden Brüdern und den anderen Dämonen zu beschützen.

Tayla genießt den Sex mit ihm, ist aber von ihrer Jägerorganisation so indoktriniert, dass sie ihn trotzdem umbringen will. Es gelingt ihr, ihn zu überwältigen und an ihr Bett zu fesseln. Im Hauptquartier der Jäger bringt sie es dann doch nicht über das Herz, ihn zu verraten. Allerdings plaudert sie eine Kleinigkeit zu viel und das Unheil nimmt seinen Lauf ...

Nebenbei sorgt ein Organhändlerring für blutiges Chaos, der Dämonen und Wandler fängt und ausweidet.

Demonica - verführt von Larissa Ione verbindet den erotischen Liebesroman mit dem Horrorgenre, eine interessante Mischung, bei der an blutigen und / oder ekeligen Szenen nicht gespart wird. Es treten viele Dämonenarten in diesem Roman auf, einige sind wahre Horrorwesen, andere gehen glatt als Menschen durch.

Larissa Iones männliche Helden sind nicht so zahme Dämonen wie in anderen Liebesromanen, in denen die Bösartigkeit der jeweiligen Dämonenhelden nur eine untergeordnete Rolle spielt und schnell ihre edlen Eigenschaften in den Vordergrund treten, hier darf der Dämon noch dämonisch sein und ob das klassisch Edle gewinnt, ist auch nicht sicher.

Wer bei Larissa Ione die sorgsam ausgearbeiteten Nebenfiguren liebgewinnt, hat selber schuld, denn sie scheut sich nicht, Sympathieträger von dunklen Mächten blutig um die Ecke bringen zu lassen.

Gekauft habe ich mir den Roman, weil die Idee des Dämonenkrankenhauses mich angesprochen hat. Wie es sich für einen Horrorroman gehört, schont Larissa Ione ihre Figuren nicht, mir wurde es da und dort ein wenig zu viel, werde meine persönliche Zurückhaltung bei Horror aber nicht dem Roman anlasten und gebe deshalb 5 von 5 Punkten.

1 Kommentar: