Montag, 2. April 2012

Sullivan, Maxine: Liebe - stürmisch wie Herbstwind


Seit dem Tod seines gefühlskalten, herrischen Vaters führt Blake Jarrod das Familienhotel in Aspen und musste zu diesem Zweck von Las Vegas in seine alte Heimatstadt umsiedeln. In Las Vegas ist er zudem Eigentümer eines weiteren erfolgreichen Hotels, welches er aus eigener Kraft aufgebaut hat.

Seit zwei Jahren arbeitet seine Assistentin Samantha für ihn. Sie hat ihn auch von Las Vegas nach Aspen begleitet. Sie ist heimlich in ihn verliebt und hat es eines Tages satt, ihn mit anderen Frauen flirten zu sehen. Also kündigt sie und will sofort gehen, er zwingt sie aber dazu, die einmonatige Kündigungsfrist einzuhalten.

Und schon kommen sich die beiden näher, aber er glaubt, wegen seiner lieblosen Kindheit keine Liebe empfinden zu können.

Liebe - Stürmisch wie Herbstwind von Maxine Sullivan ist ein Band von mehreren Heften, die das Schicksal der Jarrod-Geschwister beleuchten, welche alle durch das Testament ihres Vaters gezwungen werden, für eine gewisse Zeit nach Aspen zurückzukehren, um sich dort gemeinsam, jeder nach seinen Talenten, um den ererbten Hotelbetrieb zu kümmern.

Vielleicht habe ich schon zu viele Liebesromane mit ähnlichen Inhalten gelesen und weiß daher den romantischen Inhalt nicht mehr so recht zu schätzen. Meinem Eindruck nach handelt die Autorin die Handlung in routinierter und erprobter Art und Weise ohne Höhen und Tiefen und ohne überraschende Ausreißer ab.

Das Hin und Her zwischen den Geschlechtern wirkt uninspiriert, es fehlt ebensowenig der gerne verwendete abgebrochene Liebesakt, weil den Mann mitten im Geschehen bedeutungsloser Skrupel überfällt (er will die Frau von seiner pösen, pösen Leidenschaft schützen, so, als könne sie mit 25 noch nicht entscheiden, mit wem sie wann Sex haben möchte). Einen Tag danach "gibt sie sich ihm hin", als sei der Sex mit einem Mann für eine Frau ein passives sich Unterwerfen, dabei sind wir bei Baccara-Romanen gar nicht im S/M-Genre. Nur selten gesteht die Autorin der Heldin echtes Selbstbewusstsein zu, meistens hechelt das gute Sekretärinnenseelchen dem Manne mit ihren Rehaugen hinterher und sinkt am Ende, als er dann doch die Liebe in seinem Herzen entdeckt, in seine muskulösen Arme.

Noch 3 von 5 Punkten, weil mich die Rahmenhandlung anspricht.

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